Thomaskirche

Opphofer Str. 60
42107 Wuppertal

Ein Haus voller Leben und Musik

Das Haus wurde 1910 für Gruppenaktivitäten der Gemeinden gebaut: Das merkt man ihm immer noch an, denn in der Thomaskirche wird gern gefeiert, gesungen, gegessen und gelacht. Sechs Gruppen musizieren an beinahe jedem Tag im Haus. Kleine oder auch große Räume bieten Platz für Kreise und Veranstaltungen.
Die Kirche steht in einem bunten Stadtteil und das prägt auch unser Gemeindeleben. Wir unterscheiden uns voneinander in Herkunft und religiöser Tradition. Wir leben und glauben ganz unterschiedlich. Dies kommt in den Gottesdiensten und auch in der Vielfalt unserer Aktivitäten zum Ausdruck. Jede*r braucht einen anderen Weg, um Vertrauen in Gott oder Kraft und Orientierung für den Alltag zu finden. Wir beten, singen, diskutieren oder feiern miteinander. Besuche werden gemacht. Senioren treffen sich regelmäßig, Kinder und Jugendliche werden betreut und begleitet. Für den Sommer verabredet man sich zu gemeinsamen Ausflügen und Freizeiten.

Ein Teil des Gemeindelebens wird von den Gruppen selber bestimmt und gestaltet. Manche Teams organisieren die ganz praktischen Dinge im Haus. So managt das Küsterteam seit 20 Jahren alles rund um den Gottesdienst. Im Bezirksforum werden Ideen für die nächste WM, Feste, Glaubenskurse, Stammtische, 70er Jahre Feten oder Filmabende entwickelt.

Der Kirchsaal

Immer wieder staunen Besucher*innen, wenn sie Sonntagsmorgens die riesige bunte Fensterfront erblicken, die hinter dem Altarraum liegt. Da der Altar gen Osten ausgerichtet ist, strahlt morgens das Sonnenlicht durch hunderte bunte Glasscheiben.
Die hohe Decke des Kirchsaales ist aus Holz gefertigt und wird oben durch filigrane Eisenstreben gestützt, die an die Arbeitsstätten der Weber*innen in der Gründerzeit erinnern.

Kontakt

Aus der Geschichte des Hauses

Erbaut wurde die Thomaskirche als „Gemeindehaus am Engelnberg“ Anfang des 20. Jahrhunderts. Damals stand das Haus auf der grünen Wiese außerhalb der städtischen Bebauung. Der Architekt Adolf Cornehls plante ein vielfältig nutzbares neobarockes Gemeindezentrum mit großem Kirchsaal. Nachdem die Fabrikantengattin Elisabeth Schniewind eine größere Summe gestiftet hatte, begann man mit dem Bau, und am 27. Mai 1910 wurde das Gemeindehaus feierlich eröffnet.

Es war eines der ersten vielfältig nutzbaren Gemeindezentren. Hier wurden Gottesdienste gefeiert, und ganz modern für die damalige Zeit gab es im selben Gebäude auch Räume für Gruppen, einen Kindergarten und Chöre.

Der Stadtteil wuchs und deshalb wurde 1960 der Kirchsaal umgebaut. Die östliche Wand war früher eine Mauer, vor der ein Kanzelaltar stand. An dieser Stelle wurde nun ein polygonaler Altarraum mit bunter Fensterfront errichtet, die eine der größten im Rheinland ist. Ansonsten ist der Bau bis heute in seiner ursprünglichen Gestalt erhalten. Ein drittes Geläut und das Altarkreuz wurden angeschafft, und dann beschloss die Gemeinde, dem Gotteshaus einen neuen Namen zu geben: „Thomaskirche“.
Am 9. April 1998 wurde ein wesentlicher Teil der Thomaskirche Opfer einer Brandstiftung. Unter Federführung des Architekten H. C. Goedeking, dessen Vater bereits den Umbau in den 60er Jahren geleitet hatte, wurde die Kirche wieder aufgebaut. Viele Gemeindeglieder haben tatkräftig und mit großem Einsatz beim Wiederaufbau geholfen.

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