Gegen rechte Parolen – Seminar der Thomaskirche

„Gegen rechte Parolen“

„Ich weiß nicht, wie ich reagieren soll“ erzählte eine junge Frau. „Immer öfter höre ich Sätze wie ‚Die Ausländer nehmen uns alles weg.‘ Da werde ich richtig wütend. Soll ich was sagen? Und wenn ja: Was? Diskutieren nützt doch oft gar nichts – oder?“
Ob im Bus oder im Job: Abfällige Bemerkungen gegen geflüchtete, behinderte oder andersgläubige Menschen, werden immer vernehmlicher geäußert. Am letzten Wochenende haben sich deshalb 25 ehrenamtlich Mitarbeitende der Thomaskirche zum Seminar „Umgang mit rechten Parolen“ getroffen.
In praktischen Übungen wurde ausprobiert, welche Antworten möglich sind, damit ein echtes Gespräch möglich werden kann. Hilfreich ist dabei z.B. die Trennung von Sach- und Beziehungsebene. Die Grundlagen dafür waren u.a. Erkenntnisse über Kommunikation (ganz klassisch und einfach bei Friedemann Schulz von Thun) und die Selbstwahrnehmung in den Rollenspielen.
Deutlich wurde auch: Es gibt auch „magische Grenzen“. Äußerungen oder Themen, bei denen die Teilnehmer*innen sagen: Darüber diskutiere ich mit keinen Populisten. Das kann ich nur ganz klar ablehnen.
Später wurde anhand von Texten darüber diskutiert, inwieweit der christliche Glaube in Gesprächen und im gesellschaftlichen Diskurs eine Orientierung sein kann. In Kleingruppen wurden Artikel der Barmer theologische Erklärung erörtert, eine Interview mit Präses Rekowski zur Seenotrettung und Psalmverse.

Am Montag, den 07. Januar 2019 laden wir Interessierte ein, mit uns am Thema weiter zu arbeiten: Wie können wir das Miteinander im Stadtteil stärken? Wie mit rechten Parolen umgehen? Weitere Infos: Pfarrerin Norma Lennartz